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Feuer und Eis

Das Montafon Opening 2012

Saison Openings von Skigebieten gibt es wie Schnee in Sibirien und wer die eigenen Pisten bei dieser Gelegenheit ins beste Licht rücken will, muss aus der Masse herausragen. Daher hat sich das hierzulande populäre Montafon zur Saisoneröffnung vom 6. bis 8. Dezember 2012 einiges einfallen lassen, um Skienthusiasten und Partyvolk gleichermaßen nach Vorarlberg zu locken.




So gastiert an diesem Wochenende nach zweijähriger Abstinenz der FIS Snowboard Weltcup im Boardercross wieder in Voralberg. Spektakuläres Highlight dürfte das Nachtrennen am Freitag, 7. Dezember, werden. Der sportliche Höhepunkt folgt am Samstag mit dem Weltcup-Rennen samt Teamwettbewerb in der Silvretta Montafon. Für beste Stimmung sollte gesorgt sein, sind doch allein drei der weltbesten Fahrer Local Heroes und im Montafon zuhause.


Im Anschluss findet der Event mit einem besonderen Open-Air-Konzert seinen Abschluss. Die Berliner Kultband Culcha Candela verwöhnt die ausgekühlten Ohren der Pistengänger mit südlichen Rhythmen. Die multikulturelle Musik-Combo hat insgesamt über 2,2 Millionen Tonträger verkauft  und verbucht mehrere Top30-Hits sowie drei Goldsingles für sich. Als Vorband ist die österreichische Reggae-Band Iriepathie gebucht.  

Ausführliche  Informationen zum Montafon Opening, zu Tickets, Preisen, Anreise und Unterkunft gibt es auf der Website des Skigebiets.  




Kompassfunktion statt Komplikationen

Die Outdoor 2012

Holzfällerhemd statt Business-Look, Flip Flops statt Absätze, Kamelleder statt Gold und Silber und Kompassfunktion statt Komplikationen. Auf der Outdoor-Messe in Friedrichshafen tummelten sich mehr als 20.000 Besucher, die die Neuheiten im Bereich Outdoor aus nächster Nähe begutachten wollten. Ob Campen, Klettern, Wandern oder Slack-Lining – die Branche hielt sowohl für den professionellen Gebrauch als auch für die sportliche Freizeit Einiges bereit. Und die Lifestyle-Qualitäten kamen hierbei nicht zu kurz. Denn die Outdoor-Branche richtet sich inzwischen stark nach den aktuellen Trends im Bereich Fashion und Streetwear. Der Bergwanderer soll nämlich nicht nur sicheren Halt haben, sondern ganz nebenbei auch gut aussehen! Und auf den Straßen der Metropole sieht man immer wieder auch Fleecepullis und Softshells. Diesen Trend bestätigte auch die täglich auf der Messe vorgeführte Modeschau. Das Spannende in diesem Jahr, aus einem Lifestyle-Blickwinkel:


   

Modelmaße – nein danke

Auch wenn es scheinen mag, dass Modelmaße immer kleiner werden und der Diäten-Boom kein Ende nimmt – die Outdoor-Branche bekennt sich zu der schlichten Tatsache, dass trotz aller Schönheitsideale der durchschnittliche Taillenumfang bei Frauen in den letzten 20 Jahren um 4,1 Zentimeter zugenommen hat. Die Hüften sind dabei um 1,8 Zentimeter und der Brustumfang sogar um 2,3 Zentimeter gewachsen! Viele Outdoor-Hersteller bemühen sich darum, diese Veränderungen in den Größen zu berücksichtigen. Kompliment!


Back to the Roots: Mais, Kokosnuss und Hanf

Recycling und naturnahe Materialien standen auf der diesjährigen Outdoor hoch im Kurs. Ob Flip Flops aus Kamelleder, Sandalen aus Yogamatten (!), kompostierbare Picknick-Sets aus Bambus, Mais und Reishülsen oder Jacken mit Kork-Elementen. Aber auch die alten Bekannten Baumwolle, Seide und Wolle halten wieder Einzug in die Bereiche Funktionswäsche und Outdoor-Kleidung, in denen in den vergangenen Jahren vorwiegend synthetische Stoffe dominierten.

 
   

Nur ohne Absatz – Schuhe zum Barfußlaufen

Ein großer Trend zeichnete sich im Bereich Barfußschuhe ab. Viele der Hersteller haben sich die "Natural Motion" auf die Fahne geschrieben, also Schuhe, die den Fuß in seiner Ursprungsfunktion und das natürliche Abrollverhalten begünstigen. Bereits vor zwei Jahren wurden die ersten Schuhe vorgestellt – es bleibt nur abzuwarten, bis uns stilvolle Barfußschuhe auf dem Catwalk begegnen!


Best of Bags

Im Bereich Outdoor werden die Lieblingsaccessoires der Frauen von den Männern noch mehr geliebt und getragen. Ob ein Lightweight-Trolley, Designer-Trekkingrucksack, bunter Daypack, oder ein zur Ledertasche umgestylter Fahrradsattel – in dieser Branche gibt es unerwartet viele Modelle zum Bestaunen, zum Bewundern und zum Kaufen. Hier einige Highlights, die Herzen so mancher Fashionistas höher schlagen lassen!  (Janika Prott)  www.outdoor-show.de





Aromen der Welt

Ein Besuch auf den Wochenmärkten Südafrikas

Mit dem weltweiten Trend zu regionalen Produkten hat sich in Südafrika eine florierende Marktkultur entwickelt. Jeden Samstag füllen bunte Bio- und Landmärkte die Städte am Kap und präsentieren an üppigen Ständen die kulinarische Vielfalt des Landes.


Samstag ist Markttag. Wenn am Wochenende die Farmer und Händler der Region ihre Stände mit den kulinarischen Schätzen Südafrikas bestücken, dann zieht es Familien, Städter und Touristen auf die regionalen Märkte des Landes. Ob exotische Marula Frucht, saftiges Straußenfilet oder feurig scharfes Curry – die Vielfalt der angebotenen Produkte lässt jedes Gourmetherz höher schlagen. In Erinnerung bleiben aber vor allem die herzlichen Begegnungen mit den Standbesitzern, die mit voller Leidenschaft ihre Produkte vorstellen und das Markterlebnis in Südafrika unverwechselbar machen.


Der Klassiker unter den südafrikanischen Märkten ist ein Magnet für Einheimische und internationale Besucher zugleich. Der The Old Biscuit Mill Market (links im Bild), dessen Geschichte bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht, zieht jeden Samstag genussbegeisterte Menschen in die historischen Hallen einer alten Mühle in Kapstadts Stadtteil Woodstock. An den zahlreichen Ständen bieten regionale Händler Selbstgemachtes und Produkte aus biologischem Anbau an – von frisch gebackenem Brot, über feinste Käse- und Fleischsorten bis hin zu regional produzierten Bieren.


In Südafrikas Hauptstadt hingegen führt für Besucher kein Weg am Pretoria Boeremark- Markt vorbei. Dieser inzwischen legendäre Markt wurde vor gut 20 Jahren vom regionalen Landwirtschaftsverband gegründet, und bietet neben frischen Bio-Produkten vor allem typisch kapholländische Spezialitäten an. So umhüllt der süßliche Duft von Koeksisters, Vetkoek und Melkkos die zahlreichen Marktstände. Heute ist der Pretoria Boeremark viel mehr als nur ein Ort, um frische Produkte zu erwerben. Für viele Bewohner der Stadt ist der Besuch des Marktes, inklusive ausgiebigem Frühstück, der Start in ein perfektes Wochenende.

An der Garden Route lohnt sich ein Abstecher in das kleine Städtchen Sedgefield, wo sich jeden Samstag von 08:00 bis 11:30 Uhr das Stadtleben auf den Wild Oats Community Farmers' Market verlagert. Der Markt ist eine wahre Schatztruhe für Produkte, die es einzig hier zu finden gibt. Die Händler sind Bauern aus den umliegenden Gemeinden die ihre lokal gefertigten Waren anbieten. Darauf legen die Veranstalter des Marktes großen Wert. Importware sucht man hier vergebens.


Höhepunkt des kulinarischen Kalenders der Bewohner von Durban, ist an jedem letzten Samstag im Monat der The Food Market im hellenischen Gemeindezentrum der Stadt. Der Markt bietet die ganze Bandbreite an regionalen Spezialitäten, die die östliche Provinz Südafrikas zu bieten hat. Gut 50 verschiedene Stände bieten regional produziertes Fleisch, sonnengereiftes Obst, Gewürze, Pasteten, Käse, Oliven, Biltong und frische Säfte an.

Im September eröffnete der Neighbourgoods Market in Braamfontein. Im Herzen von Jo'burg, nur unweit des Szeneviertels Newtown, bringt der Markt neues Leben in die urbane Stadtlandschaft. Über zwei Etagen füllen delikater Buffalo-Mozzarella, hausgemachtes Bier, gepökeltes Fleisch,    feinste    Schokoladen    und    vieles    mehr    das   ehemalige

Industriegebäude. Für eine kleine Auszeit nach dem Marktbesuch geht es auf das Dach des Hauses für einen Sundowner und einen unvergesslichen Blick über die Skyline von Johannesburg.   www.dein-suedafrika.de




Wenn Sinne reisen

Im Anantara Seminyak Resort & Spa kommen Körper, Seele und Geist zur Ruhe. An einem Ort, an dem die Sonne das Meer küsst.

Nicht erst seit "Eat, Pray, Love" weiß ich, dass ich nach Bali reisen möchte. Auf genau jene Insel, deren exotischer Name wie ein Zauber in meinen Ohren klingt – und einen Trip zum Ort der Stille in mir selbst verheißt. Schon vor meiner Abreise träume ich von Yogastunden in den üppig grünen Reisfeldern,  Schnorcheltouren entlang paradiesisch weißer Strände und belebenden Wellness-Erlebnissen in idyllisch gelegenen Spas. Dass ich nicht die einzige bin, auf die Indonesiens Garten Eden eine beinahe magische Anziehungskraft ausübt, beweist die immense Zahl an Touristen, die jedes Jahr nach Bali reist. Aus allen Kontinenten strömen unzählige Menschen auf die paradiesische Südseeinsel, um den Alltag hinter sich zu lassen und vollkommene Entspannung zu finden. Denn trotz der stetig wachsenden Zahl an Besuchern hat sich die 5.561 km² große Insel ihren einzigartigen Charme, ihre lebendige Kultur und unzählige Stätten bewahrt, die zum Rasten und Durchatmen einladen.


Was Bali auszeichnet ist neben der beeindruckenden Natur vor allem die sanfte Mentalität der stets lächelnden Bewohner, die die Zeit zu fühlen und nicht zu messen scheinen. Eine willkommene Abwechslung zum täglichen Leben nach dem Terminkalender. Darüber hinaus ist in der balinesischen Gesellschaft das Verwöhnen von Körper und Geist seit jeher ein fest verankertes Selbstverständnis. Diese Tradition und das harmonische Zusammenspiel von Natur, Menschen und Atmosphäre räumen der Insel in der Wellness-Welt einen hohen Status ein. Kein Wunder also, dass Bali Wahlheimat zahlreicher erstklassiger Enklaven ist, darunter das Anantara Seminyak Bali Resort & Spa.

Auf meiner Reise Richtung Ruhe mache ich hier Station, um vom Rascheln der Kokospalmen in der Meeresbrise zu erwachen, die weltberühmten Sonnenuntergänge von Seminyak zu erleben und mir im hauseigenen Spa im Penthouse-Stil das ultimative Wohlfühlerlebnis bescheren zu lassen. Bereits beim Betreten

der Anlage spüre ich, dass ich an einem Ort angekommen bin, wo mich nichts von meinem Vorhaben ablenken wird, und wo die Rufe von Körper und Geist auf vielfältige Weise erhört werden. Neben der traditionellen balinesischen Massage, wohltuenden Körperbehandlungen und Peelings umfasst das Angebot des Anantara Seminyak Bali Resort & Spa Aromatherapien, Detox-Behandlungen und Beauty-Gesichtsbehandlungen. Und ich habe die Qual der Wahl. Schließlich entscheide ich mich für die Anwendung "Balinese Detox", im Rahmen derer das beliebte balinesische Körperpeeling "Boreh" zum Einsatz kommt.  Jenes   wird  aus   handgemähtem   Reis,   Nelken,  Ingwer  und

anderen belebenden Gewürzen gemischt und durch wohltuende Massagen in die feuchte Haut eingearbeitet. Ein Entschlackungsprogramm, wie ich es mir in meiner Vorstellung ausgemalt habe.


Bevor die Anwendung beginnt, serviert mir Parwathi, die Managerin des Spas, einen köstlichen gekühlten Ingwer-Tee und bringt mir das Konzept des Spas näher. "Uns ist es wichtig, ausschließlich frische Produkte zu verwenden, die frei von jeglichen chemischen Zusatzstoffen sind und von lokalen Anbietern geliefert werden. Reinheit ist unser oberstes Gebot", so die Managerin, die ihre Mitarbeiterinnen zu monatlichen Trainings verpflichtet. Nur wenige Minuten später tauche ich meine Füße in ein revitalisierendes Fußbad, bevor die Spa-Therapeutin Ari mit der Massage beginnt. Spätestens dann spüre ich die hohen Qualitätsstandards,  denen  sich  das  Anantara Seminyak Bali  Resort &

Spa verschrieben hat, an meinem eigenen Körper. Ich genieße jeden einzelnen Moment der hochprofessionellen Behandlung – bei sanfter Chill-Out Musik und in vollkommener Entspannung. Aris geübten Händen gelingt es auf zauberhafte Weise, jeden einzelnen Muskel zu lockern und meinen müden Körper zu regenerieren, zu straffen und zu beleben. Obwohl ich meinen Lebensstil als gesund bezeichnen würde, habe ich mich schon lange nicht mehr so vital gefühlt wie in diesem Moment.
Nach eineinhalb Stunden öffne ich die Augen und erhebe mich langsam von der Massageliege – mit einem Körpergefühl, das ich am liebsten für immer speichern würde. Bei der anschließenden Dusche meine ich, mich mit den Peeling-Resten vom Bündel an alltäglichem Ballast zu befreien, das sich in den vergangenen Jahren angesammelt hat. Unbeschreiblich leicht schwebe ich aus dem Raum auf die Dachterasse, wo mir zum Abschluss des Treatments ein erfrischender Cocktail aus Apfelsaft, Limetten und Rohrzucker serviert wird. Den genieße ich mit dem Bewusstsein, ganz bei mir selbst angekommen zu sein.
Mit dieser neu gewonnen Seligkeit werde ich am Abend von meiner Suite Zeugin eines Naturschauspiels, das einem Bilderbuch entstammen könnte: Wie die rote Sonne den  sanft den ruhenden Ozean

küsst und langsam darin versinkt. In diesem Moment möchte ich nirgendwo anders sein als in der zauberhaften Stille des Hier und Jetzt.  (Luisa Denuell)  www.anantara.com




Kein Ende in Sicht

Die Outdoor 2011 und reichlich Optimismus

Der Markt für Outdoor-Artikel boomt seit Jahren was das Zeug hält. Knapp 10 Milliarden Euro gaben die Europäer im vergangenen Jahr für die Abenteuer-Accessoires aus. Dabei hat die Bekleidung längst auch den Weg in den modischen Mainstream gefunden. Outdoor beginnt eben knapp jenseits der Haustürschwelle. Ob die shoppende Hausfrau im pinken Parka von Jack Wolfskin oder der marodierende Halbstarke, verschanzt im schwarzen The North Face-Windbreaker – der Trend erfasste sie alle. Und da die Bekleidung mittlerweile zur wichtigsten Verkaufskategorie der Branche geworden ist, verwundert es wenig, dass die Hersteller mit der Produktion kaum noch hinterher kommen.
Bei einer solchen Nachfrage wäre wohl zu befürchten, dass eine Messe, auf der sich alle Branchengrößen ein Stelldichein geben, vom begeisterten Mob schlichtweg überrannt würde. Daher blieben auf der Outdoor 2011 in Friedrichshafen die 890 Austeller, 21.520 Fachbesucher und 1.012 Medienvertreter an den vier Messetagen wohlweislich unter sich. Hinein wurde aber  eine  Delegation  von Doluxo

gelassen, welche sich sogleich auf die Suche nach den aktuellen Entwicklungen begab.

Die Alltagstauglichkeit bleibt weiterhin ein zentrales Thema. "Funktion ist hierbei wichtig, aber nicht das einzige Kriterium. Farbe und lässige Passformen würde ich als genauso wichtig einstufen", meint dazu Marc Fischer, Head von Adidas Outdoor. Überhaupt "Farbe". Christoph Kirsch, Product Management Backpacks bei Salewa, ist sicher: "Mut zur Farbe – das ist einer der speziellen Trends im Rucksacksegment." Die endlosen Reihen quietschbunt leuchtender Accessoires gaben ihm Recht und bleiben nebenbei ein unvergänglicher Messeeindruck.  
Täglich grüßt das Murmeltier auch beim Thema Leichtgewicht. "Allerdings  nicht   zwangsläufig  in  der   'Ultraleicht-Fassung'   mit  vielen

 Kompromissen",    schränkt    Gerold    Ringsdorf,     Produktmanager      Hartware     bei     Jack     Wolfskin,    ein.

Kompromisslos oder nicht, faszinierend leichte Jacken und Rucksäcke waren an allen Ecken und Enden zu finden. Derweil präsentierte die Zeltmanufaktur Terra Nova das mit 1.100 Gramm Gesamtgewicht leichteste Zwei Personen Zelt der Welt.  
Selbstredend hagelt es auch stetig Weiterentwicklungen in der Kernkompetenz – dem Bereich der Funktionalität -, von denen einige auf der Outdoor zu bewundern waren. So heißt die Anwort auf glühende Sommertage "Omni-Freeze Ice", eine Weltneuheit von Columbia (links im Bild). Durch ein neues Material soll die Hautoberflächentemperatur um bis zu 5 Grad Celsius gesenkt und somit dem Träger an hitzigen Tagen ein Komfortplus beschert werden.
Mit einem Abkühlen der Geschäfte rechnet die Branche indessen nicht. Die zukünftige Wirtschaftsentwicklung im Bereich Outdoor bewerteten 95 Prozent  der  im  Rahmen  der   Veranstaltung   befragten   Besucher   mit

"günstiger" oder "gleichbleibend".  Doluxo will natürlich gern seinen bescheidenene Teil dazu beitragen, dass diese Vorhersagen nicht Lügen gestraft werden. Geplant ist ein ausführliches Outdoor-Special. (hg) www.outdoor-show.de

 


Ausflug nach Stuttgart in die Sandwelten 2010

Moderne Kunstform im Fokus: Carving


Bei den Sandwelten im Höhenpark Killesberg konnte man  einvernehmliche Bewunderung unter den Besuchern erfahren. Drei Wochen lang waren dreizehn Künstler damit beschäftigt aus Sand fantasievolle Figuren zum Thema "Mobilität der Zukunft" zu schneiden. Gesponsert vom Kommunikationsbüro des Bahnprojekts "Stuttgart 21" widmeten sich viele der teilnehmenden Künstler dem Thema Bahn und Bahnhof. Zur schönsten der detailreichen Skulpturen wurde am Samstag diejenige von Martin Smijts, 38, aus den Niederlanden gekürt. Seine Darstellung des geplanten Hauptbahnhofs von Stuttgart mit dem sichtbaren Bonatzbau und den unterirdischen Arkaden überzeugte die Jury. (Im Bild links)


Der Wettbewerb rückt die Kunst des Carving (engl. für Sandschnitzen) in den Mittelpunkt. Der breiten Menge relativ unbekannt, wollten wir von Mitorganisator Michel de Kok, 34, mehr über seine Arbeit und die neue Trend-Kunstform erfahren.

Seien Sie ehrlich, Herr de Kok: Ist das Wetter hier in Stuttgart das schlimmste, das Sie bisher bei einem Carving-Wettbewerb erlebt haben? Mit Carving assoziiert man doch sicher eher Sandburgen und sonnige Strände.

Nein, es gibt noch schlimmeres Wetter. Ich habe schon mal mit Sand gearbeitet und es hat währenddessen angefangen zu schneien. Aber wir machen ja auch Eis- und Schneeskulpturen und sind an kalte Finger gewöhnt. Daher machen wir dann trotzdem einfach weiter.

A propos Eisskulpturen: Sie haben als kreativer Direktor die Realisierung von Skulpturen zu dem Film Ice Age 2 überwacht und geleitet. Konnten Sie dabei auch selber carven?

Ja, das habe ich 2006 in Lübeck organisiert. Das Thema wurde vom Tourismusverband vorgegeben. Aber es war ein sehr gutes Thema und hat sehr viel Spaß gemacht. Allerdings habe ich da nicht viel selbst carven können, dafür hatte ich gar keine Zeit. Es gab 30 Künstler, die an dem Projekt beteiligt waren, und da ist man einfach ständig beschäftigt. Zum Beispiel um den Künstlern Fotos und Materialien an die Hand zu geben oder eben um sie anzuleiten, was sie machen können oder carven sollen. Es gibt einfach immer

viele Fragen nach Materialien und Informationen.

Und wenn Sie jetzt selber einen Film wählen könnten zum Carven, welcher wäre das? Eher etwas epischer Länge oder vielleicht ein Actionfilm festgehalten in Sand?

Mir würde etwas mit vielen Fantasiefiguren gefallen, vielleicht so etwas wie Avatar. Am liebsten habe ich es, wenn die Künstler frei sein können. Es gibt einige Künstler, die machen gerne surrealistische Skulpturen, andere eher realistische. Und wieder andere machen gerne Comic. Wenn man die Künstler möglichst frei lässt, dann sieht man am Ende einfach die besseren Skulpturen.

Was macht ihnen mehr Spaß – Eis oder Sand?
Ganz unterschiedlich. Wenn ich drei Monate mit Eis gearbeitet habe, bekomme ich wieder Lust auf Sand. Und wenn ich drei Monate mit Sand gearbeitet habe, bekomme ich wieder Lust auf Eis.
Eis ist eindeutig die schwerere Arbeit. Aber man kann große Eisblöcke sehr gut wieder ansetzen und mit Schnee anschmelzen. Das ist mit Sand schwerer. Wenn allerdings bei einer kleineren Skulptur die Nase abbricht, kann man sie mit Sand ganz einfach wieder ansetzen, bei Eis ist das prinzipiell nicht möglich.

Außerdem ist das Bearbeiten von Eis doch auch gefährlicher auf Grund der Geräte. Ein Carver hat dabei aus Versehen eine Kettensäge an den Kopf bekommen und trägt jetzt eine Narbe auf der Stirn.

Wie sind sie zum Carven gekommen?
In Holland gab und gibt es noch immer sehr viele Sandprojekte. Carven hat ja eigentlich auch in Holland angefangen. In Den Haag habe ich nach meinem Architekturstudium für einen Architekten gearbeitet, der sehr große Sandprojekte realisiert hat. Und er hat mich ausgewählt. Da habe ich angefangen mit Sand zu arbeiten und bin dabei geblieben. Das ist jetzt elf Jahre her.


Kann man es dann fast als Trend beschreiben. Bekommt Carving jetzt gerade einen Aufwind?
Ja, aber eigentlich ist es  schon die letzten Jahre so, dass es immer mehr und immer größere Projekte für Carver gibt. In Holland wird dieses Feld momentan jedoch etwas kleiner, weil es einfach viele Leute machen und es nicht mehr so interessant und neuartig ist. Aber in den andern europäischen Ländern nimmt es an Popularität zu. Aber auch hier gibt es Unterschiede. In Lübeck wurde sechs Jahre lang ein Event veranstaltet, der jetzt ausgesetzt wird. Der Tourismusverband möchte jetzt erst mal vier oder fünf Jahre warten und dann vielleicht wieder etwas organisieren. Das Interesse muss eben wieder da sein.

Sie kommen also viel rum in Europa und auch in Übersee?
Ja, neben Europa gibt es auch Wettkämpfe in Kanada, Italien, Quatar, Dubai und Australien. Es werden auch viele Events in China und Japan veranstaltet, aber oft ist es zu teuer, uns einzufliegen. Die Chinesen arbeiten eben doch etwas billiger.

Am Ende des Wettkampfes werden die Skulpturen ja meist zerstört. Ist es schwierig die eigenen Werke einzureißen oder zu wissen, dass sie von jemand anderem abgebaut werden?
Wir haben hier auch schon eine meiner angefangenen Skulpturen kaputt gemacht. Leider stand sie an der falschen Stelle. Wir haben sie also eingerissen und am richtigen Platz wieder aufgebaut. Aber ansonsten werden die Skulpturen nicht von uns kaputt gemacht, sondern eben am Ende des Wettbewerbs oder der Ausstellungsdauer von den Ausrichtern. Mir reicht es aber auch Fotos von meinen Skulpturen zu haben. Das Schöne am Carven ist ja schließlich auch, dass die Kunst vergänglich ist. Wenn etwas immer besteht, wird es Normalität. Die Vergänglichkeit unserer Skulpturen macht sie besonders, weil man sie immer im Hier und Jetzt anschauen muss. Später sind sie einfach nicht mehr da.



Was stellt denn ihre Skulptur hier bei den Sandwelten dar?
Es sind zwei Geliebte, die sich am Bahnhof wiedertreffen. Eine Begrüßungsszene. Also eine Szene, wie man sie an Bahnhöfen oft zu sehen bekommt. Eigentlich wollte ich noch einen Zug perspektivisch zwischen den beiden Körpern heraus fahren lassen, aber das passt jetzt nicht mehr so ganz rein. Vielleicht mache ich zwei Gleise – der Mann kommt am einen Gleis an, die Frau am anderen und sie treffen sich wieder und begrüßen sich. Ich muss also meine Skizze etwas abändern. Aber das kommt eben vor – man verwendet  die Skizze als möglichst exakten Leitfaden. Aber Kleinigkeiten werden dann vor Ort im Arbeitsprozess anpasst.


Würden Sie die Sandwelten 2011 gerne noch einmal in Stuttgart ausrichten und organisieren?
Ja, ich würde gerne noch einmal hierher kommen. Stuttgart ist nett und der Killesberg Park ist ein sehr hübscher Veranstaltungsort. Schön wäre es natürlich, wenn das Areal dann ein wenig größer wäre und ein offeneres Thema gestellt werden würde. Und natürlich würde ich besseres Wetter fordern (lacht).

www.sandwelten2010.de/


Pazifiküberquerung auf Pfandflaschen – IWC offizieller Partner


Der britische Abenteurer David Mayer de Rothschild ist am 20. März in San Francisco am Fuße der Golden Gate Bridge in See gestochen. Die Randdaten seines Schiffs wissen zu beeindrucken: Der über 18 Meter lange Katamaran "Plastiki" besteht aus rund 12.500 wiederverwerteten Plastikflaschen. IWC Schaffhausen unterstützt die abenteuerliche Reise des Öko-Aktivisten.



Der Crew steht in den folgenden Wochen eine Reise von über 11.000 Seemeilen bevor, die der Öffentlichkeit den problematischen Umgang mit wiederverwendbaren Materialien vor Augen führen soll. So werden in den USA  jährlich beinahe sieben Millionen Tonnen Plastik produziert, wovon nur ein geringer Anteil wiederverwertet wird. Die Entdeckungsfahrt der Plastiki soll ein Zeichen gegen diesen verschwenderischen Umgang setzen und gleichzeitig für einen effizienteren Umgang werben. Der aktuelle Stand der Reise, Eindrücke der Crew und weitere Hintergrundinformationen lassen sich auf der offiziellen Homepage der Expedition aufrufen. (ae)

www.theplastiki.com


Reisen mit Stil

Muss das Reisegepäck zum Outfit passen? Laut dem italienischen Taschenhersteller Piquadro ja. Das junge Unternehmen hat sich auf die Kreation von Reise- und Businessartikeln spezialisiert.
Dank weichem Nylon kann die Bowling-Bag einfach zusammengefaltet  werden.

Ein System aus Knöpfen, Taschen, Reißverschlüssen und abnehmbaren Tragriemen ermöglicht die manigfache Verwendung dieses optisch ansprechenden Modells.  Gelbes, blaues oder graues Nylon harmoniert mit den Lederdetails – gelungen ist auch die lila-farbene Variante.
In der One Kollektion stellen die Italiener den erweiterbaren Trolley aus weißem gewachsten Leder vor. Ein durchdachtes Fächer- und Raumsystem bietet trotz Handgepäckgröße genügend Stauraum – auch für einen Kleidersack.
Ebenfalls mit vielen Fächern ausgestattet ist die Damengeldbörse.

Im hauseigenen E-Shop können Bowling Bag (circa 120 Euro), Handgepäckkoffer (circa 370 Euro) und Geldbörse (circa 110 Euro) erstanden werden. Auch zu entdecken gibt es unter http://shop.piquadro.com die Bekleidungskollektion Frühjahr/Sommer ´10 und die Uhrenkollektion (ab 200 Euro). (ls)

www.piquadro.com


Ein Erfahrungsbericht aus London:
Street pianos – play me, I´m yours

Dass London eine Reise wert ist, weiß jeder. Was London abseits der Touristenattraktionen zu bieten hat, wissen wenige. Dass man inmitten des Großstadtchaos Klavier spielen kann, fast keiner. Die vom Künstler Luke Jerram ins Leben gerufene "Streetpiano" Tour ist sensationell. In großen Städten der Welt stehen auf belebten Plätzen und überfüllten Hotspots, an Brücken und auf Fähren, in Parks und nahe Museen Pianos.



In großen Lettern laden Sie mit dem Slogan "Play me, I´m yours". Neben englischen Städten wie Birmingham, Bristol und London, sind auch Sydney und Sao Paulo vertreten.

Erfahrungswerte: Die St. Paul´s im Rücken den Mengen folgend, die zum Tate Modern und zur Themse strömen, kommt man nicht um das herausfordernde Instrument herum. Scheu spielen wenige, gerne Kinder. Die Mengen aber scharen sich. Im Bankenviertel gewinnt, wer wagt. Stets in Hektik wirkende Bänker und Spekulanten verharren und lauschen den kaum durch den Verkehrslärm dringenden Klängen. Das Gefühl der Londoner Hektik etwas entgegen zu spielen ist unbeschreiblich. Zwischen Monumenten wie dem Royal Stock Exchange und der Bank of England zu sitzen und in die Tasten zu hauen – groß!
Play me, I´m yours und: No regrets. (ls)

www.lukejerram.com; www.streetpianos.com
 
WOCHENSCHAU Wochenschau
IWC
Neuer TV Spot aus Schaffhausen
 
EDELMETALLKURSE (Stand 19.06.2013)
Gold (€/g):36,60
Palladium (€/g):18,50
Platin (€/g):36,50
Silber (€/kg):614,50
Rhodium (€/kg):2710,00

(Preisangaben ohne Gewähr)
 
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